Immobilienbüro Seibold

Dienstleistungen rund um die Immobilie


Mietpreisbremse und Bestellerprinz

Gesetze mit Schwachstellen


Die Novellierung des Mietrechtsgesetzes ist nun beschlossen in in Kraft. Danach, stellen wir fest, sind Mietsteigerungen nicht gebremst, ganz im Gegenteil, die Mieten steigen munter weiter.

Die Provisionen werden, beim professionellen Vertrieb, als Vertriebskosten auf die Miete aufschlagen. Die "Mietpreisbremse" hat, das wissen wir inzwischen, keine großen Auswirkungen auf den Markt. Ganz im Gegenteil, es kommt in letzter Zeit vermehrt zu Mieterhöhungsverlagen bei langjährigen Mietverträgen: Die Diskussion hat Vermieter aufgescheucht, doch die Mieten möglichst nahe an den ortsüblichen Durchschnittsmieten zu orientieren um langfristig den Anschluss nicht zu verlieren. Mieterhöhungen orientieren sich an Mietspiegeln oder Vergleichsmieten und sind auf maximal 20 % (in bestimmten Fällen 15%) der unveränderten Miete der letzen 3 Jahre gedeckelt.

Interessant ist zu wissen, dass Mietwucher bei 50% der ortsüblichen Vergleichsmiete beginnt. Hier ist sicher mehr "Bremspotential" verborgen als man denkt.

Zielführender wäre, die enormen Steuerabgaben bei den Energiekosten nicht weiter zu erhöhen und die Mieter nicht, wie in den vergangen Jahren, durch zusätzliche Abgaben in stark gestiegenen Betriebskosten weiter zu belasten sondern Entlastungen durchzusetzen.


Laut einer Umfrage von ImmobilienScout24 in Zusammenarbeit mit der Immobilien Zeitung können 61 % von 490 befragten gewerblichen Vermietern nicht auf den für sie wichtigen Makler-Service verzichten und werden sich trotz des Bestellerprinzips für einen Immobilienmakler entscheiden. Für private Eigentümer sei es nahezu unmöglich, den richtigen Marktpreis und optimalen Mieter/Käufer in angemessener Zeit für ihr Objekt zu finden. Aufgaben, wie die Wertermittlung zur Kauf- bzw. Mietpreisfindung, die zielgruppenorientierte Bewerbung sowie die Auswahl geeigneter Mieter und Käufer inklusive Bonitätsüberprüfung sind zeitintensive Dienstleistungen, die nur ein Immobilienprofi erfolgreich erfüllen kann. Vor allem die Bewerberauswahl und das Management der eingehenden Interessenanfragen ist, gerade in nachfragestarken Märkten, eine sehr zeitraubende Arbeit.


Die Studie der Uni Bielefeld im Auftrag der Bundesregierung zum Thema „Mietnomaden“ kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere private Vermieter Opfer von Mietnomaden werden. Der Grund liegt darin, dass diese nur zu ca. 33% Informationen über Ihre zukünftigen Mieter einholen. Bei den gewerblichen Vermietern sind dies mittlerweile 96%!


So soll eine ordentliche Abwicklung für Mieter und Vermieter aussehen:

  • Kündigung des aktuellen Mieters überprüfen und bestätigen

  • Absprache mit dem aktuellen Mieter über den weiteren Ablauf und Abstimmung

  • Überprüfen und Feststellen von eventuellen Reparaturen und Instandsetzungen

  • Abstimmung des Zeitplans für Auszug und Neubezug

  • Ermitteln des aktuellen Mietzinses und der Betriebskosten

  • Bei Bedarf Energieausweis erstellen, nötige Objektunterlagen zusammenstellen

  • Exposé mit Bildern und Texten rechtssicher erstellen

  • Bewerben in einschlägigen, ausgewählten Foren, mit eigener Datei und Kontakten

  • Vorauswahl der Interessenten und Koordination der Besichtigungen

  • Vorstellen von potentiellen Mietern mit ausführlichen Unterlagen

  • Nach Übereinkommen Erstellen eines Individualmietvertrages

  • Terminabstimmung der Wohnungsabnahme und Wohnungsübergabe

  • Abnahme mit dem ausziehenden Mieters mit Protokollführung

  • Übergabe mit dem einziehenden Mieter mit Protokollführung


Vertrag kommt von Vertragen, wir helfen gerne dass es dazu kommt.


Das sind die Reaktionen::

Die Vermieter verzichten auf die professionelle Unterstützung ihres Immobilienfachmanns nicht, übernehmen dessen Lohn vorerst.

Inzwischen ist ja weithin bekannt, dass sich ein unzureichender, nicht aktueller Mietvertrag und eine mangelhafte Abwicklung sehr schnell zum sehr teuren Problem entwickeln können.

Ein betriebswirtschaftlich denkender Vermieter wird in der Folge diese Kosten jedoch in einer höheren Miete dauerhaft kompensieren.

Vermieter und Immobilienmakler schließen einen Vertrag über die laufenden Dienste inklusive der Neuvermietung frei werdender Wohnungen ab, eine sogenannte Mietverwaltung. Somit wird nach Außen hin „provisionsfrei“ angeboten jedoch vermutlich die damit laufenden Kosten auf die Miete aufgeschlagen. Ein ganz einfaches Prinzip das z.B. bei Versicherungen seit jeher praktiziert wird.

Wir erkennen: Der Mieter wird durch den wilden Aktionismus der Politik zusätzlich belastet, denn die damit entstehenden einmaligen Vertriebskosten, wie wir sie aus dem täglichen Leben aus allen Produkten kennen, werden so zu dauerhaften Kosten.




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